⚠️ giftig
🌿 Heilpflanze
Eisenhut
Aconitum napellus
Geschichte & Hintergrund
Der Eisenhut wird traditionell manchmal als 'Allheilerin' bezeichnet. Historisch diente er nicht nur als Heilpflanze, sondern auch in der Kochkunst als aromatisches Bittermittel und galt als eine der wichtigsten Pflanzen, die man stets im medizinischen Beutel tragen sollte. Aufgrund seines extrem hohen Giftgehalts musste sein Einsatz immer mit höchster Vorsicht erfolgen.
Eigenschaften
- Hochgiftig (ACHTUNG: Nur in pharmazeutischer Aufbereitung verwenden!)
- Enthält hochpotente Diterpenalkaloide (insbesondere Aconitin)
- Stark bitter, Wirkung ist oft akutt und intensiv
Anwendungsgebiete
- Krampfartige Beschwerden im Magen-Darm-Bereich
- Nervosität und akute Unruhezustände
- Unterleibsbeschwerden und Stauungen
Zubereitung
Zur Erstellung der Urtinktur werden grundsätzlich Blüte und Wurzel unterschieden: Die Blüten und jungen Blätter werden zur beginnenden Blütezeit am Vormittag (bei Sonnenschein) geerntet. Die Wurzelknolle wird am späten Abend im Herbst, wenn der abnehmende Mond in bestimmten Tierkreiszeichen steht, ausgegraben. Das frische Kraut und die Wurzeln werden fein zerkleinert und gemeinsam in 45-prozentigem Ethanol zur Urtinktur mazeriert. Die Wirksamkeit hängt von der Trennung und korrekten Erntezeitpunkte der Teile ab.
Fundort & Vorkommen
Typisch für die Gebirgsregionen Mitteleuropas, besonders auf feuchten Hochgebirgswiesen und an Wegrändern.