🌿 Heilpflanze
Anis
Pimpinella anisum
Geschichte & Hintergrund
Anis stammt ursprünglich aus Asien. In der europäischen Heilkunde ist er traditionell bekannt und findet seinen Weg nicht nur in der Hausapotheke, sondern auch in der Gastronomie. Seine süßlich-schmeckenden Früchte sind seit jeher in der Weihnachtsbäckerei und in charakteristischen Spirituosen wie Ouzo von großer Beliebtheit.
Eigenschaften
- Carminativ (blähungswidrig)
- Antibakteriell (keimwidrig)
- Verdauungsfördernd
- Krampflösend (spasmolytisch)
- Schleimhautberuhigend
Anwendungsgebiete
- Blähungen und Völlegefühl (insbesondere bei Verdauungsstörungen)
- Bronchitis und trockener Husten (als Atemwegshilfe)
- Unterstützung der Milchbildung (Laktation)
- Stoffe- und Verdauungsstörungen
- Stimmungsschwankungen der weiblichen Gesundheit
Zubereitung
Die Früchte können als Tee zubereitet werden: Einen Teelöffel getrocknete Anissamen mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen und 5–10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Durch das Zugabe von Honig kann der Geschmack verbessert werden. Bei akuten Beschwerden kann der Saft auch als Sirup verabreicht werden.
Fundort & Vorkommen
Ursprünglich Asien. In unseren Breiten kommt Anis nicht wildwachsend vor, sondern ist primär in Gärten anzufinden.