🌿 Heilpflanze
Haselwurz
Asarum europaeum
Geschichte & Hintergrund
Haselwurz gilt seit jeher als ein wahres Naturheilmittel des Waldes und wurde in der Volksmedizin über Jahrhunderte hinweg geschätzt. Die Verwendung war oft eng mit den Zyklen der Natur verbunden; daher wird bei der traditionellen Anwendung großer Wert auf den Erntezeitpunkt und den Mondstand gelegt. In der Mythologie der europäischen Kräuterkunde wird ihr die Kraft zugeschrieben, die natürlichen Gleichgewicht der Körperorgane, insbesondere der Nieren, wiederherzustellen. Sie galt als Schutzpflanze, die heilende, aber auch starke Wirkung auf Blut und Herz zu entfalten.
Eigenschaften
- Bitterstoffreich
- Enthält Flavonoide, Cumarine und Phenolcarbonsäuren
- Wirkt entzündungshemmend und krampflösend
- Besitzt antimikrobiellen, bakteriostatischen und fungistatischen Eigenschaften
Anwendungsgebiete
- Unterstützung bei altersbedingten Herzerkrankungen und der Koronararterien
- Behandlung von Entzündungen aller Art (z.B. Thrombophlebitis, Thrombose)
- Linderung von Schwellungen im Lymphsystem und Nierenfunktionsstörungen (Wassersucht/Lymphstau)
- Hilfe bei chronischen Magen-Darm-Problemen und zentralnervösen Beschwerden
Zubereitung
Die optimale Zubereitung erfolgt durch die Mazeration des frischen Krautes und der Wurzel, die fein zerkleinert werden und gemeinsam in einem Alkoholgehalt von 50-prozentigem Ethanol (m/m) zur Urtinktur mazeriert werden. Für eine besonders potente Form wird empfohlen, die Wurzel getrennt zu sammeln und nach traditioneller Anleitung zu verarbeiten. Die Anwendung erfolgt in Form einer Urtinktur.
Fundort & Vorkommen
Europa. Sie wächst typischerweise versteckt in schattigen Laubmischwäldern, Gebüschen und Schluchten.