🌿 Heilpflanze
Blutweiderich
Lythrum salicaria
🍵 Verdauung🌼 Haut & Wunden❤️🔥 Herz & Kreislauf🛡️ Immun & Fieber
Geschichte & Hintergrund
Der Gattungsname stammt vom griechischen lythron – schmutziges Blut, wohl wegen der dunklen Blütenfarbe; Dioskurides gebrauchte den Ausdruck bereits für eine Lythrumart. Überliefert ist die Pflanze gegen Blutspeien, Ruhr und Gebärmutterblutungen, de Haen empfahl sie gegen Durchfall. Ihres hohen Gerbstoffgehalts wegen wurde sie im 18. Jahrhundert außerdem als Loh- und Gerbmaterial vorgeschlagen.
Eigenschaften
- Blutstillend: Klassisches Hämostyptikum der älteren Heilkunde.
- Zusammenziehend: Der hohe Gerbstoffgehalt wirkt stark adstringierend.
- Stopfend: Bei akuten und langwierigen Durchfällen gebraucht.
- Uferpflanze: Wird 30 bis 200 cm hoch, mit dickem, holzigem Wurzelstock.
Anwendungsgebiete
- Durchfall und Ruhr
- Akute und chronische Darmentzündung
- Blutungen
- Äußerlich als blutstillendes Mittel auf Wunden
Zubereitung
Verwendet wird vor allem das blühende Kraut. Für Erwachsene sind 3 bis 5 g des Fluidextraktes üblich, für Kinder 0,5 g. Äußerlich wird das zerquetschte frische Kraut direkt aufgelegt.
Fundort & Vorkommen
An Gräben, Teichrändern, Bach- und Flussufern in ganz Europa, ostwärts bis Sachalin und Japan. Liebt nassen, nährstoffreichen Boden.
Traditionell genutzt bei
DurchfallBlutungenWundenDarmentzündung