🌿 Heilpflanze
Borretsch
Borago officinalis
Geschichte & Hintergrund
Der Borretsch gehört zur Familie der Boraginaceen, einer Pflanzengruppe, die das Konzept des Gegenspielens (Yin und Yang) in sich trägt. Seine tiefblauen Blüten symbolisieren diesen Kontrast; die Pflanze vereint das Blau der Himmelskraft und die erdigen Kräfte der Heilwirkung. Diese komplexe Dualität, die sowohl Festigung als auch Auflösung ermöglichen kann, macht sie zu einer Pflanze, die sowohl sanft als auch kräftig wirkt.
Eigenschaften
- Hoher Gehalt an Kieselsäure, die zur Formung und Festigung von Bindegewebe beiträgt.
- Enthält Gamma-Linolensäure, die eine regulierende Wirkung auf den Hormonhaushalt hat.
- Bekannt für seine tiefblauen, bezaubernden Blüten.
- Wirkt gleichzeitig festigend und auflösend auf das Bindegewebe.
Anwendungsgebiete
- Hautleiden/Ekzeme: Aufgrund des Ölsgehalts (Gamma-Linolensäure) bei luftigen Typen.
- Bindegewebsstärkung: Durch die Kieselsäurekraft bei Sehnen, Bändern, Nägeln und Haut.
- Rheuma: Traditionell als Bestandteil von Heiltees zur Linderung von rheumatischen Beschwerden.
- Milderung von Schwellungen und Blutergüssen (durch die Wirkung der Kieselsäure).
Zubereitung
Für einen traditionellen Rheumatee eignet sich eine Mischung aus Borretsch (zwei Teile), Arnikablüten, Artischockenblättern, Mädesüß und Eschenblättern. Einen Esslöffel dieser Mischung mit einer Tasse kochendem Wasser aufgießen und fünf Minuten ziehen lassen, dreimal täglich trinken. Zusätzlich sind Samenöle (z.B. Borretschöl) ideal für die Massage von rauschigen und ekzemartigen Hautleiden.
Fundort & Vorkommen
Wildwachsend in gemäßigten Klimazonen; anstandortpräferiert feuchte Stellen, Flussläufe und feuchte Gräben.