🌿 Heilpflanze
Spanischer Pfeffer
Capsicum annuum
Geschichte & Hintergrund
Obwohl der Spanische Pfeffer sein Name trägt, stammt er ursprünglich aus Mittelamerika. Seine Verwendung in der europäischen Heilkunde wird seit der Zeit der großen Entdeckungen dokumentiert. Er wurde von frühen Heilern wie Paracelsus und Hahnemann geschätzt, da seine hitzigen, belebenden Eigenschaften ihm zugeschrieben wurden. Traditionell wurde er nicht nur als Gewürz, sondern als zentrales Mittel zur Stimulation des gesamten Körperskreislaufs eingesetzt.
Eigenschaften
- Hitzig und stimulierend (Marssignatur)
- Wirkt krampflösend und belebend
- Hat entzündungshemmende Eigenschaften
Anwendungsgebiete
- Haut und Schleimhäute (z.B. bei Risswunden)
- Entzündungen des Bewegungsapparates (z.B. Angina, Otitis media)
- Magen-Darm-Beschwerden (Gastritis, Dyspepsie mit Sodbrennen)
- Urogenitale Reize (Zystitis, Urethritis)
Zubereitung
Der Wirkstoff wird primär über die frisch reifen Schoten gewonnen. Für die Zubereitung einer Urtinktur werden die frischen Schoten fein zerkleinert und in 50-prozentigem Ethanol über einen Zeitraum von mehreren Wochen gemazeriert. Die Ernte erfolgt idealerweise am Vormittag, wenn sich der zunehmende Mond in den Tierkreiszeichen Widder, Löwe oder Schütze befindet. Die getrockneten Schoten eignen sich ebenfalls für Tinkturen.
Fundort & Vorkommen
Mittelamerika. In Europa ist die Pflanze hauptsächlich im Handel erhältlich oder muss im Haus kultiviert werden.