🌿 Heilpflanze
Corydalis
Lerchensporn
Geschichte & Hintergrund
Die Corydalis-Arten werden seit der Antike in der traditionellen Medizin verwendet, wobei die Erkenntnis über ihre starken Wirkungseigenschaften und ihre alkaloidhaltigen Wurzelknollen bereits von antiken Naturheilkundlern genutzt wurde. Im Laufe der Jahrhunderte haben Ärzte wie Adermann und andere Fachleute die komplexen alkaloidhaltigen Wurzelknollen als wertvolle pflanzliche Quelle wissenschaftlich untersucht und dokumentiert.
Eigenschaften
- Alkaloidreich (Enthält Berberin, Corydalin, Corytuberin, Corybulbin und andere Corydin-Verbindungen)
- Starkwirksam in der Pflanzenbasis
- Wirkt adstringierend und entzündungshemmend
Anwendungsgebiete
- Bei Frauenleiden (Emmenagogum, fördert die Menstruation, z.B. C. tuherosa)
- Zur Behandlung von parasitären Erkrankungen (Anthelminthicum, gegen Würmer)
- Bei Entzündungen und Gicht (Kraut von C. lutea)
- Bei Augenkrankheiten (C. Govaniana)
- Als allgemeines Tonikum (C. formosa)
Zubereitung
Typischerweise werden die Wurzelknollen oder das Kraut als Tee (Infusion) oder als Tinktur (Mazerat) zubereitet. Aufgrund des Gehalts an starken Alkaloiden sollte die Dosierung von einem qualifizierten Naturheilkundler oder Arzt begleitet werden.
Fundort & Vorkommen
Weltweit verbreitet in diversen Arten, bekannt aus Mitteleuropa, Sibirien, Mittelmeerländern, Kanada und dem Himalaya (Beispiele: C. tuherosa, C. lutea, C. glauca).