🌿 Heilpflanze
Deutsche Tamariske
Myricaria germanica
Geschichte & Hintergrund
Die Herkunft des schon von Plinius und Celsus gebrauchten Namens Tamarix ist unsicher – vielleicht geht er auf den spanischen Fluss Tamaris in den Pyrenäen zurück. Der Gebrauch verschiedener Tamariskenarten gegen Milzkrankheiten reicht bis ins Altertum: Hippokrates verwendete die Blätter, Bock lobte Holz, Wurzel, Blätter und Saft des „Birtzenbertz" zur Öffnung von Lunge, Leber, Milz, Nieren und Blase. Die deutsche Art ist eine Charakterpflanze der Gebirgsflüsse und heute stark gefährdet.
Eigenschaften
- Milzmittel: Der überlieferte Hauptgebrauch seit der Antike.
- Zusammenziehend: Die gerbstoffhaltigen Teile wirken adstringierend.
- Harntreibend: Wurde zur Anregung von Nieren und Blase gebraucht.
- Pionierpflanze: Wächst auf Kies und Schotter an alpinen Wildflüssen; als Art heute stark gefährdet.
Anwendungsgebiete
- Milzbeschwerden
- Leberbeschwerden
- Anregung von Nieren und Blase
- Äußerlich bei Hautbeschwerden
Zubereitung
Verwendet werden Blätter, Rinde, Holz und Wurzel. Üblich ist dreimal täglich eine Tablette der Frischpflanzenzubereitung. Die Deutsche Tamariske steht unter Naturschutz – Wildsammlung kommt nicht in Frage.
Fundort & Vorkommen
An Kies- und Schotterbänken von Gebirgsflüssen in den europäisch-westasiatischen Gebirgen, dazu in Persien und Afghanistan. Der Strauch wird 60 bis 200 cm hoch.