⚠️ giftig
🌿 Heilpflanze
Wurmfarn
Dryopteris filix-mas
Geschichte & Hintergrund
Der Wurmfarn ist eine Art von Farn, die in der Natur seit prähistorischer Zeit bekannt ist. In vielen Kulturen wurde er wegen seiner vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten, insbesondere in der Medizin und als Haushaltsmittel, geschätzt. Traditionell galt er als starkes Mittel zur Reinigung des Körpers und zur Behandlung innerer Unreinheiten. Aufgrund seiner potenziell giftigen Wirkung und der Konzentration der Wirkstoffe wird der Umgang mit ihm historisch immer mit großer Vorsicht und in der Dosierung extrem präzise gehandelt.
Eigenschaften
- Astringierend: Wirkt zusammenziehend auf Schleimhäuten und Schleimhäute.
- Parasithemmend: Wird traditionell zur Behandlung von inneren Parasiten eingesetzt.
- Entkrampfend: Kann helfen, die Durchpassage von Fremdkörpern zu fördern.
- Wirkt antibakteriell und entzündungshemmend (bedingt durch Gerbstoffe).
Anwendungsgebiete
- Bandwurmmittel (in niedrigen Potenzen)
- Behandlung von Lymphknotenentzündungen
- Unterstützung bei Beschwerden der Pubertät
- Bei Problemen der Harn- und Magenpassage (Förderung der Ausscheidung)
- Lokaler Einsatz bei entzündlichen Beschwerden der Schleimhäute
Zubereitung
Die Anwendung erfolgt typischerweise als Urtinktur, die aus der frischen Wurzel zubereitet wird. Die Wurzel muss fein zerkleinert und in einem Alkoholgehalt von 60% (m/m) mazeriert werden. Die Wurzel wird im Herbst, wenn der Mond in den Tierkreiszeichen Stier, Jungfrau oder Steinbock steht, geerntet. Wichtig ist zu beachten, dass die Pflanze potenziell abortfördernd wirken kann, was eine extrem vorsichtige Dosierung verlangt.
Fundort & Vorkommen
Weltweit in Europa, Asien und Nordamerika verbreitet.