🌿 Heilpflanze
Granatum
Granatapfel
Geschichte & Hintergrund
Die Pflanze hat eine tiefreichende Antike-Verbindung. Für die Griechen wurde sie als 'Rhoa' bezeichnet, während die Römer ihre Früchte als 'Balaustium' und die Schale als 'Malicorium' nannten. In der hebräischen Sprache heißt sie 'Rimmon'. Die Geschichte reicht bis zu Gräberfundstellen zurück, und die Pflanze war in Aegypten, im Persischen Reich und im indischen Raum zentraler Bestandteil medizinischer und kultureller Traditionen.
Eigenschaften
- Reich an Gerbstoffen (Tanninen)
- Enthält die Alkaloiden Pelletierin, Granatoin und Iso- und Methylpelletierin
- Ist aufgrund seiner Tannin- und Ellagsäure-Konzentration stark adstringierend
- Besitzt kühle und demulzierende Eigenschaften (insbesondere der Saft)
Anwendungsgebiete
- Abführmittel und gegen Würmer (aufgrund des Sames und der Fruchtschale)
- Adstringens bei inneren und äußeren Beschwerden (z.B. Prolapsus ani)
- Behandlung von Durchfall und Ruhr (Dysenterie)
- Wundheilungsfördernd (extern bei Geschwülsten und Entzündungen)
- Kühlend und entzündungshemmend bei Augenentzündungen
Zubereitung
Die Teile (Wurzelrinde, Blätter, Samen, Schale) können je nach Bedarf als Tee, als Saft (kühlend) oder topische Auflagen (äußerlich) verwendet werden. Insbesondere die Wurzelrinde und der Fruchtsaft wurden traditionell als adstringierende oder demulzierende Mittel eingesetzt.
Fundort & Vorkommen
Ursprünglich Nordwest-Indien und Nordafrika. Heute wird sie weltweit häufig kultiviert.