🌿 Heilpflanze
Efeu
Hedera helix
Geschichte & Hintergrund
In der Mythologie des alten Griechenlands wurde Efeu in Form eines Kranzes für die Götter des Weines und der Gelage verwendet. Bis heute ziert er die Eingänge vieler englischer Pubs. Historisch nutzte Hildegard von Bingen Saft aus der Rinde, um die Wirksamkeit von Salben zu erhöhen. Efeu galt auch als Störungszeiger, da es besonders an Orten wächst, an denen sich Wasseradern befinden.
Eigenschaften
- Schleimlösend und auswurffördernd (durch Saponine)
- Entzündungshemmend und antibiotisch (durch Harze und Öle)
- Kräftigend und entwässernd (durch Tee aus Knospen)
- Regt das Immunsystem an
Anwendungsgebiete
- Asthma bronchiale (besonders bei chronischem Katarrh)
- Bronchitis, Sinusitis und Rhinitis
- Entzündungen des Gallengangs und Pankreas
- Überfunktion oder Vergrößerung der Schilddrüse
- Stärkung der Durchblutung (als Gemmomazerat)
Zubereitung
1. Tee: Knospen (ca. 1 TL pro Tasse) werden aufgegossen. 2. Öl-Mazerat: Knospen werden in Olivenöl eingelegt und für einige Wochen gezogen, um einen entzündungshemmenden Ölauszug zu erhalten. 3. Tinktur: Junge, unverholzte Triebe werden fein zerkleinert und in Alkohol (Ethanol) zu einer Urtinktur mazeriert.
Fundort & Vorkommen
Europa und Vorderasien, in lichten Wäldern, bildet er Polster oder klettert an Bäumen empor.