🌿 Heilpflanze
Johanniskraut
Hypericum perforatum
Wirkung beruht unter anderem auf dem antidepressiv wirkenden Inhaltsstoff Hypericin.
Geschichte & Hintergrund
Johanniskraut ist traditionell bekannt als das 'Mittsommerkraut'. Seine Geschichte ist eng mit dem Konzept der Lichterkraft verbunden: Es sammelt in der Zeit des Hochsommers massenhaft Sonnenlicht, um es in seinem roten Farbstoff zu speichern. Dieses gespeicherte Licht soll uns in der dunklen Jahreszeit das Licht der Sommersonne zurückgeben und so vor den dunklen Perioden schützen. Es wurde aufgrund seiner belebend-stimmungsaufhellenden Wirkung in vielen Naturheilkundesystemen seit Jahrhunderten geschätzt und ist daher das wichtigste Kraut bei saisonalen und depressiven Verstimmungen.
Eigenschaften
- Stimmungsaufhellend und angstlösend
- Desinfizierend und entzündungshemmend
- Wundheilungsfördernd
- Beruhigend und neurostabilisierend
- Hoher Gehalt an hypericin und hyperforin
Anwendungsgebiete
- Leichte bis mittelschwere Depressionen und Wetterfühligkeit
- Angstzustände und nervöse Unruhe
- Verdauungsbeschwerden und Kartarrhen der Verdauungsorgane
- Hautirritationen (z. B. Ekzeme, Verbrennungen, Sonnenbrand, wunde Stellen)
- Leichte rheumatische Beschwerden und Neuralgien
Zubereitung
['Als Tee: Die getrockneten Blätter oder Blüten werden in kochendes Wasser aufgebrüht (Kanne pro Tag).', "Als Tinktur: Das Kraut wird in Alkohol angesetzt und über längere Zeit ziehen gelassen (oft als 'Hyperforat' erhältlich).", 'Als Öl: Die Blätter oder Blüten werden zu einem Öl gesetzt, das äußerlich angewendet werden kann (ideal bei Wunden und Schmerzen).', 'In Form von Salben oder Bädern']
Fundort & Vorkommen
Johanniskraut gedeiht bevorzugt an sonnigen, trockenen Stellen, ist daher häufig an Wegrändern, Waldrändern und Böschungen zu finden.