🌿 Heilpflanze
Meisterwurz
Imperatoria ostruthium
Geschichte & Hintergrund
Seit dem 18. Jahrhundert wird die Meisterwurz als 'Wurzel aller Wurzeln' bezeichnet und galt als ein wahres Allheilmittel. Sie wurde in der altantiken und mittelalterlichen Heilkunde hoch geschätzt. Unter den Naturheilern war sie besonders wichtig, da ihr Schutzkraftzugeschrieben wurde. Dem großen Heilkundigen Paracelsus war sie beispielsweise als Schutzmittel gegen Schlaganfall und die Pest so wichtig, dass er stets ein Amulett aus ihr bei sich trug.
Eigenschaften
- Entgiftend (besonders nach Vergiftungen)
- Aufbauend und stärkend
- Beruhigend und schmerzstillend
- Cholesterin- und blutdrucksenkend
- Entzündungshemmend
- Regulierend für Magen, Leber und Gallenblase
Anwendungsgebiete
- Entgiftung nach Lebensmittel- oder Alkoholvergiftung
- Stärkung des Körpers und der Abwehrkräfte
- Bei Magen- und Darmbeschwerden (z.B. nach Verdauungsstörungen)
- Bei erhöhtem Cholesterinspiegel
- Linderung bei Erkältungen und Atemwegsproblemen (z.B. Asthma)
- Mittel zur allgemeinen Körperkräftigung
Zubereitung
Meisterwurz wird hauptsächlich als Tinktur (Mazerat) oder als Tee (Decoktion) angewendet. Für die Tinktur werden die Wurzeln in Alkohol gezogen, um die enthaltenen Terpene und Cumarinderivate optimal zu extrahieren. Alternativ kann sie gekocht und der entstehende Sud als Tee eingenommen werden.
Fundort & Vorkommen
Die Pflanze findet sich gelegentlich in den Alpen und wächst gerne in größeren Gruppen. Sie ist aufgrund ihrer Heilkraft idealerweise im Kräutergarten oder einem dafür vorgesehenen Park anzubauen.