🌿 Heilpflanze
Kotorinde
Cryptocaria spec.
🍵 Verdauung🛡️ Immun & Fieber
Geschichte & Hintergrund
Coto ist der einheimische Name der Droge in Bolivien, von wo die kampferartig riechende Rinde seit 1873 nach Europa eingeführt wird. Lange galt Nectandra coto als Stammpflanze; neuere Untersuchungen weisen eher auf eine Cryptocaria-Art hin. Ihren Ruf verdankt die Rinde der Behandlung hartnäckiger Durchfälle, besonders bei geschwächten Kranken.
Eigenschaften
- Stopfend: Wirkt ausgeprägt gegen Durchfälle, auch langwierige.
- Scharf: Enthält Öl-, Harz- und Steinzellen; schon kleine Mengen rufen ein starkes Brennen hervor.
- Aromatisch: Die Rinde riecht deutlich nach Kampfer.
Anwendungsgebiete
- Anhaltende Durchfälle, besonders bei Geschwächten
- Darmentzündung
- Fieberhafte Darmerkrankungen
Zubereitung
Verwendet wird die getrocknete Rinde. Die übliche Dosis beträgt 0,06 bis 0,9 g – mehr ruft ein starkes Brennen hervor, zu hohe Gaben führen zu Erbrechen. Madaus weist darauf hin, dass vor der Anwendung ausreichend abgeführt werden sollte, sonst steigt die Körpertemperatur.
Fundort & Vorkommen
Die Stammpflanze wächst in den Wäldern Boliviens. Die Rinde gelangt von dort als Handelsdroge nach Europa.
Traditionell genutzt bei
DurchfallDarmentzündungFieber