🌿 Heilpflanze
Liebstöckel
Levisticum officinale
Geschichte & Hintergrund
Traditionell wurde der Liebstöckel nicht nur als Gewürz, sondern auch in sogenannten Liebestränken verarbeitet, was ihm seinen Namen gab. Seine tief verwurzelte Verwendung in der Volksmedizin zeigt seine Rolle als traditionelles Tonikum für das gesamte weibliche und männliche Wohlbefinden.
Eigenschaften
- Hormonsteigernd
- Diuretisch (harntreibend)
- Magenstärkend
- Förderung der Durchblutung der Unterleibsorgane
Anwendungsgebiete
- Magenverstärkung und Verdauungsförderung
- Bei Prostatabeschwerden
- Bei Harnwegsinfekten (durch Durchspülungstherapie)
- Bei Bauchschmerzen
- Bei leichten Kopfschmerzen
- Zur allgemeinen Stärkung der Unterleibsorgane
Zubereitung
Die Wurzel kann pulverisiert bei Schmerzen angewendet werden. Geeignet ist der Tee aus getrockneten Wurzeln und Blättern, der besonders zur Durchspülungstherapie bei Harnwegsinfekten eingesetzt wird. Alternativ können auch die hohlen Stängel in der traditionellen Anwendung verwendet werden.
Fundort & Vorkommen
Der Liebstöckel wächst vereinzelt in der Natur, gehört zur Familie der Doldenblütler. Aufgrund der Verwechslungsgefahr mit giftigen Doppelgängern (wie Schierling oder Riesenkerbel) wird empfohlen, ihn im Garten zu ernten oder auf dem Markt zu kaufen.