⚠️ giftig
🌿 Heilpflanze
Indianertabak
Lobelia inflata
Geschichte & Hintergrund
Die Verwendung des Indianertabaks ist tief in der Tradition der amerikanischen Indianerheiler verwurzelt. Sie wendeten die Pflanze historisch für die Behandlung verschiedener schwerer Krankheitserscheinungen ein und berichten von sehr erfolgreichen Anwendungen. Obwohl sie aufgrund ihres hohen Alkaloidgehalts in der modernen Anwendung äußerst vorsichtig zu behandeln ist, wird sie von diesen Traditionen als Heilmittel mit großem Erfolg beschrieben.
Eigenschaften
- Stark verkrampflösend (antispasmodisch)
- Parasympatholytisch
- Schmerzlindernd (vergleichbar mit Opium, aber ohne Verstopfung)
- Enthält Piperidin-Alkaloide (u. a. Lobelin)
Anwendungsgebiete
- Asthma und Keuchhusten (besonders für antispasmodische Effekte)
- Angina pectoris und Kreislauferkrankungen
- Emphysem (chronische Bronchitis)
- Ruhr (Dysenterie)
- Allgemeine Schleimhautentzündungen
Zubereitung
Traditionell wird die Pflanze als Tee (Tinktur oder Wasserzugabe) aus Blättern und Stängeln zubereitet. ACHTUNG: Aufgrund des hohen Gehalts an potenziell toxischen Alkaloiden (wie Lobelin) ist die Dosierung unter ärztlicher Aufsicht und nur bei guter Kenntnis des Zustands sicher zu gewährleisten. Die Gabe großer Dosen kann Pupillenerweiterung, Pulsbeschleunigung, Halluzinationen und Delirium auslösen. Konsultieren Sie immer einen Fachmann.
Fundort & Vorkommen
Ursprünglich Nordamerika. Durch ihre Ausbreitung ist die Pflanze heute weltweit verbreitet, wobei sie in vielen Regionen als invasiver Neophyten gilt.