🌿 Heilpflanze
Luzerne
Medicago sativa
Geschichte & Hintergrund
Die antike Bezeichnung mediké verweist auf Medien, das als Heimat der Pflanze galt. Nach Strabo und Plinius kam die Luzerne zur Zeit der Perserkriege um 470 v. Chr. aus Persien nach Griechenland; Varro und Virgil erwähnen den Anbau in Italien seit dem zweiten oder ersten Jahrhundert v. Chr. Vermutlich brachten die Araber sie aus dem Orient nach Nordafrika und Spanien – dafür sprechen die spanischen Namen. Als Alfalfa ist sie heute weltweit als Futterpflanze verbreitet.
Eigenschaften
- Mineralstoffreich: Die bis zu zwei Meter tiefe Pfahlwurzel erschließt Nährstoffe aus tiefen Bodenschichten.
- Aufbauend: Wird als kräftigendes Mittel bei Schwäche und Untergewicht gegeben.
- Blutzuckerwirksam: Madaus nennt einen Versuch bei Zuckerkrankheit.
- Ausdauernd: Der aufrechte, kantige Stengel wird bis zu einem Meter hoch.
Anwendungsgebiete
- Zuckerkrankheit
- Schwäche- und Erschöpfungszustände
- Unterstützung bei Mineralstoffmangel
Zubereitung
Verwendet wird das Kraut. Üblich ist ein halber Teelöffel der Frischpflanzenzubereitung dreimal täglich. Eine Höchstmenge ist nicht festgesetzt.
Fundort & Vorkommen
Ursprünglich in Vorderasien beheimatet, heute weltweit als Futterpflanze angebaut. In Asien weit verbreitet, ostwärts bis China, südlich bis Indien und Südwestarabien.