🌿 Heilpflanze
Bitterklee
Menyanthes trifoliata
Geschichte & Hintergrund
Der Bitterklee, auch bekannt als Fieberklee, ist seit jeher in den Traditionen der Naturheilkunde verankert. Aufgrund seines Vorkommens in feuchten Moorlandschaften wurden die frühen Menschen die Pflanze bereits als wertvolles Heilmittel genutzt. Die Vorstellung, dass diese krautige Pflanze die inneren Stärken des Körpers belebt, führte dazu, dass sie besonders bei fieberhaften Zuständen und Magenbeschwerden geschätzt wurde.
Eigenschaften
- Bitterstoffe (stimulieren die Verdauung)
- Saponine (adreniert und wirkt mild entzündungshemmend)
- Gerbstoffe (stärkt und heilend)
- Harz (schützend)
Anwendungsgebiete
- Appetitlosigkeit (stimuliert den Appetit)
- Magenschwäche (stützt den Magen)
- Völlegefühl und Blähungen (krampflösend und verdauungsfördernd)
- Allgemeine Stärkung bei fieberhaften Erkrankungen (immunfördernd)
Zubereitung
Für Tee wird das gesamte Kraut (speziell die Blätter) mit heißem Wasser aufgegossen und einige Minuten ziehen gelassen, bevor es abseiht. Für die Tinktur wird das Kraut in Alkohol (Wein oder hochprozentiger Alkohol) eingelegt (Mazeration) und nach einigen Wochen filtriert. Die Dosierung beträgt typischerweise 3x 20 Tropfen vor dem Essen.
Fundort & Vorkommen
Er bevorzugt moorige und feuchte Standorte. Er ist typisch für Feuchtgebiete, Sümpfe und feuchte Wiesen.