🌿 Heilpflanze
Ockergelber Hohlzahn
Galeopsis ochroleuca
Geschichte & Hintergrund
Schon Dioskurides beschreibt die Pflanze botanisch. Unter dem Namen Sideritis arvensis war sie ehedem ein hochgeschätztes Mittel gegen Lungenkrankheiten; Gerhard empfahl sie zusätzlich zur Wundheilung, Caesalpinus gegen Wechselfieber. In Baldingers Magazin für Ärzte wurde zwischen 1775 und 1778 vielfach auf ihre Heilkraft bei ernsten Lungenerkrankungen hingewiesen – daher rührt der alte Apothekenname „Blankenheimer Tee".
Eigenschaften
- Schleimlösend: Besonders bei starker Verschleimung der Bronchien.
- Kieselsäurehaltig: Die Kieselsäure gilt als Grund für die Wirkung auf das Lungengewebe.
- Kräftigend: Wird traditionell auch bei Blutarmut und Schwächezuständen gegeben.
- Vierkantiger Stengel: Etwa 30 cm hoch, im oberen Teil mit Drüsenhaaren besetzt.
Anwendungsgebiete
- Bronchitis mit starker Verschleimung
- Hartnäckiger Husten
- Asthma bronchiale
- Schwächezustände und Blutarmut
- Furunkulose
Zubereitung
Verwendet wird das blühende Kraut. Üblich sind drei Teelöffel (etwa 5,7 g) als heißer Aufguss täglich. Häufig wird der Hohlzahn in Teemischungen gegeben, zusammen mit Isländisch Moos, Salbei, Schachtelhalm, Vogelknöterich oder Spitzwegerich.
Fundort & Vorkommen
Auf sandigen Äckern und an Wegrändern Mitteleuropas. In Österreich, Ungarn, Kroatien und Rumänien möglicherweise nur eingeschleppt oder als Kulturrelikt.