🌿 Heilpflanze
Grießwurz
Pareira brava
Geschichte & Hintergrund
Die Verwendung des Krauts ist seit Jahrhunderten bekannt und wurde bereits im 18. Jahrhundert als Tonicum und Antispasmodicum genutzt. Historisch wurde der Saft der Blätter u.a. zur Behandlung von Schlangenbissen angewendet. Die Gattung Aristolochia spielte daher eine wichtige Rolle in der traditionellen Heilkunde Südamerikas.
Eigenschaften
- Antispasmodicum (krampflösend)
- Diureticum (harntreibend)
- Purgans/Diaphoreticum (stark abführend und stark schwitzend)
- Anti-histericum (gegen hysterische Beschwerden)
- Adstringens (astringierend bei Wunden)
Anwendungsgebiete
- Behandlung von Schlangenbissen und giftigen Bissen (extern und intern).
- Linderung von Geschwüren und veralteten Hautverletzungen.
- Bekämpfung venöser Stauungen und Hämorrhoiden (bei äußerlicher Anwendung, Badbäder).
- Linderung von Rheuma und Gicht (häufig in Form von Bädern).
- Behandlung von Verdauungsstörungen und Blasenaffectionen.
Zubereitung
In der traditionellen Anwendung wurden meist der Saft der Blätter oder der Wurzelstock verwendet. Für therapeutische Zwecke eignete sich ein starker Tee aus den Blättern oder ein Aufguss aus dem Wurzelholz, der äußerlich als Umschlag oder Badwasser appliziert werden konnte. (ACHTUNG: Aufgrund der potenziellen Toxizität dieser Pflanze ist äußerste Vorsicht geboten und die Verabreichung sollte nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.)
Fundort & Vorkommen
Hauptsächlich Südamerika (einschließlich Regionen wie Brasilien, Guyana, Paraguay, Westindien und Mexiko).