⚠️ giftig
🌿 Heilpflanze
Kirschlorbeer
Prunus laurocerasus
Geschichte & Hintergrund
Historisch wurde Kirschlorbeer wegen seiner Blätter und Beeren in der Volksmedizin genutzt. Die Wirkung des Wirkstoffs wird in den Quellen als Bittermandelstoff identifiziert, der sich besonders bei der Siedehitze der Blätter entwickelt. Die Nutzung ist über Jahrhunderte dokumentiert, wobei die Blätter primär für ihre bitteren Eigenschaften und deren Anwendung bei spezifischen Beschwerden geschätzt wurden.
Eigenschaften
- Wirkstoffbasis: Bittermandeln und ätherische Öle
- Giftig: Achtung vor Verwechslungen und übermäßiger Anwendung!- Blättrig und beerenartig
- Geeignet für die Urtinktur-Herstellung aus frischen Pflanzenmaterialien (Blätter, Wurzeln, Beeren)
Anwendungsgebiete
- Starke Zahnschmerzen mit Schwellung und Speichelfluss
- Ohrenschmerzen (Otitis media), Trigeminusneuralgie
- Nächtliches Bettnässen
- Verstärkung des Widerwillens gegen Tabak (laut Boericke)
Zubereitung
Die Blätter und ggf. die Wurzeln werden fein zerkleinert und gemeinsam in 45-prozentigem (m/m) Ethanol zur Urtinktur gemazeriert. Aufgrund der Toxizität ist äußerste Vorsicht geboten und die Dosierung muss professionell überwacht werden.
Fundort & Vorkommen
Heimisch in Südwestasien bis Südosteuropa. Heute häufig als Zierstrauch in zahlreichen Kulturformen anzutreffen.