🌿 Heilpflanze
Bitterholz
Quassia amara
Geschichte & Hintergrund
Das Bitterholz ist eine Pflanze, deren Einsatz in der traditionellen Heilkunde tief in den Kulturen der tropischen Regionen, insbesondere in Brasilien und dem westindischen Raum, verwurzelt ist. Aufgrund seines außerordentlich bitteren Geschmacks wurde es historisch oft als Bittermittel (Bitterstimulans) verwendet. In der Naturheilkunde wird es geschätzt, weil seine Bitterstoffe die Verdauung anregen und die natürliche Funktion der Organe, insbesondere der Leber, unterstützen sollen.
Eigenschaften
- Stark bitter (Bitterstoffreich)
- Leberregulierend (Hepatoprotektiv)
- Diuretisch (harntreibend)
- Stomachicum (anregend für den Magen- und Verdauungstrakt)
Anwendungsgebiete
- Funktionsstörungen der Leber (hepatische Unterstützung)
- Wassersucht und Ödeme (Flüssigkeitsansammlung)
- Förderung des Gallenflusses
- Verdauungsstörungen und Blähungen
Zubereitung
Am häufigsten wird Bitterholz in Form von Tinkturen oder als Tee verwendet. Die Wirkung entfaltet es am besten, wenn es in einem Wasserbad oder als Sirup über einen längeren Zeitraum einziehen kann.
Fundort & Vorkommen
Ursprünglich stammt die Pflanze aus tropischen Regionen wie Surinam, Brasilien und Westindien, wird aber heute weltweit angebaut.