🌿 Heilpflanze
Rosmarin
Rosmarinus officinalis
Geschichte & Hintergrund
Im antiken Griechenland war Rosmarin nicht nur ein Gewürz, sondern ein beliebtes Denkmittel: Studenten und Schüler flochten die Zweige ins Haar, um ihre Konzentration und ihr Gedächtnis zu steigern. Er ist daher eng mit dem Wissen und Lernen verbunden. Darüber hinaus wird ihm eine romantische Rolle zugeschrieben, da er traditionell auch zur Linderung des Liebeskummer eingesetzt wird.
Eigenschaften
- Stimulierend und belebend: Wirkt wie ein ‚Sonnenkraut‘, das den Geist und das Nervensystem anregt.
- Kräuterstärkend und wärmend: Verbessert die Durchblutung, insbesondere der Hände und Füße.
- Kreislaufregulierend: Unterstützt das Herz und stabilisiert den Blutdruck.
- Verdauungsfördernd: Regt die Gallenwege an und entkrampft die Verdauung.
- Antioxidativ: Enthält wertvolle ätherische Öle, Rosmarinsäure, Cineol und Carnosen, die entzündungshemmend wirken.
Anwendungsgebiete
- Nervöse und geistige Schwäche: Fördert die Konzentration und wirkt belebend bei Müdigkeit.
- Kreislaufprobleme: Unterstützend bei niedrigerem Blutdruck, Schwindel und allgemeiner Herzschwäche.
- Verdauungsstörungen: Wirkt krampflösend und fördert die Gallenfunktion.
- Leberunterstützung: Hilft, die Darmfunktion zu verbessern und die Gallenwege zu entkrampfen.
- Neurologische Beschwerden: Dient der Stärkung des Nervensystems und der Durchblutungsförderung.
Zubereitung
Am besten eignet sich ein Tee aus den getrockneten Blättern. Zwei gehäufte Teelöffel getrocknetes Rosmarin-Kraut mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und 5 bis 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Mehrmals täglich kann er als Tonikum eingenommen werden.
Fundort & Vorkommen
Ursprünglich ist Rosmarin im Mittelmeerraum heimisch. In Deutschland wird er traditionell und sehr gerne kultiviert und im Kräuter- oder Steingarten angebaut.