🌿 Heilpflanze
Krauser Ampfer
Rumex crispus
Geschichte & Hintergrund
Der Krauser Ampfer ist eine der bekanntesten und am häufigsten verwendeten Heilpflanzen in der Volksmedizin. Seine Wurzeln wurden schon seit Jahrhunderten wegen ihrer stark adstringierenden und schleimhautreparativen Eigenschaften geschätzt. Traditionell galt er besonders als ideales Mittel zur Behandlung von Atemwegsinfektionen und katarrhalischen Leiden, die in vielen Haushalten als 'Schnupfenmittel' des täglichen Bedarfs galten.
Eigenschaften
- Adstringierend (verstingend)
- Schleimhautheilend
- Antikalmierend
- Bitter
- Entzündungshemmend
Anwendungsgebiete
- Akute und chronische katarrhalische Erkrankungen (Ideal bei Schnupfen)
- Entzündliche Atemwegserkrankungen (Reizhusten, quälendes Wundheitsgefühl in der Brust)
- Meteorismus und Blähungen
- Husten und chronische Bronchitis
- Leber- und Galleprobleme
- Morgendliche Diarrhö
Zubereitung
Die Wurzeln des Krausen Ampfers werden im Herbst spätabends geerntet, idealerweise während sich der abnehmende Mond im Tierkreiszeichen Stier, Jungfrau oder Steinbock befindet. Die frischen Wurzeln werden fein zerkleinert und gemäß den Richtlinien der Urtinktur in 50-prozentigem (m/m) Ethanol über einen Zeitraum von mehreren Wochen zur Mazeration gebracht.
Fundort & Vorkommen
Der Krauser Ampfer ist in Europa und Asien sehr weit verbreitet. Er wächst häufig in feuchten Wiesen, auf Weiden, in Gebüschen und an Gräben.