⚠️ giftig
🌿 Heilpflanze
Salomonssiegel
Polygonatum officinale
Geschichte & Hintergrund
Polygonatum kommt vom griechischen polýs – viel und góny – Knie, nach den zahlreichen Knoten des Wurzelstocks. Der Sage nach ist das Salomonssiegel die geheimnisvolle „Springwurz", die nur der Specht zu finden weiß und mit der sich jedes Schloss öffnen lässt. Von den antiken Autoren befassten sich nur Dioskurides und Plinius mit der Pflanze; Dioskurides empfahl sie gegen Gesichtsflecken und Wunden. Achtung: Die Beeren sind giftig.
Eigenschaften
- Giftig: Besonders die Beeren sind giftig – keine Selbstanwendung innerlich.
- Abschwellend: Äußerlich bei Blutergüssen und Prellungen bewährt.
- Hautklärend: Traditionell gegen Flecken und Male der Haut verwendet.
- Waldpflanze: Der kantige, fast zweischneidige Stengel neigt sich oben über.
Anwendungsgebiete
- Äußerlich bei Blutergüssen und Prellungen
- Äußerlich bei Hautflecken und Malen
- Gichtische und rheumatische Beschwerden
- Selten innerlich als harntreibendes Mittel
Zubereitung
Verwendet wird der Wurzelstock, ganz überwiegend äußerlich als Umschlag oder Auflage. Innerlich ist die Pflanze giftig und nur in stark verdünnter Zubereitung und unter fachkundiger Begleitung gebräuchlich. Die Beeren gehören nicht in Kinderhand.
Fundort & Vorkommen
An Waldrändern und in Gebüschen, bevorzugt auf steinigem, trockenem Boden. In Europa und im gemäßigten Asien verbreitet.