🌿 Heilpflanze
Bohnenkraut
Satureja hortensis
Geschichte & Hintergrund
Historisch wurde das Bohnenkraut zu Zeiten von Hildegard von Bingen auch als Pfefferkraut bezeichnet. Neben seinen ernährungsphysiologischen Eigenschaften besitzt es eine mystische Namensgebung, da es traditionell als „Liebeskraut“ galt und daher Bestandteil vieler bekannter Liebestränke war. Überlieferungen besagen, dass regelmäßiger Verzehr nicht nur die Stimmung hebt, sondern sogar zur Hellsichtigkeit beitragen kann.
Eigenschaften
- Verdauungsfördernd (macht Bohnen und schwere Speisen verträglicher)
- Magen- und Darmstärkend
- Herzstärkend
- Stimmungsaufhellend und anregend
- Desinfizierend (durch hohen ätherischen Ölanteil)
Anwendungsgebiete
- Verdauungsstörungen und Magen-Darm-Beschwerden
- Stimmungslenkung und Müdigkeit
- Hautprobleme (fettige oder unreine Haut) bei Dampfbad-Anwendung
- Menstruelle Beschwerden (bei Frauen)
Zubereitung
Kann als Tee getrunken werden, um die inneren Schleimhäute zu stärken; kann bei Dampfbad-Anwendung (z.B. bei Hautproblemen) eingesetzt werden; findet sich auch in Pulver- oder Tinkturformen (z.B. für Mischungen).
Fundort & Vorkommen
Obwohl in der Natur sehr selten, ist das Bohnenkraut eine klassische und gut kultivierbare Gartenpflanze.