⚠️ giftig
🌿 Heilpflanze
Bittersüßer Nachtschatten
Solanum dulcamara
Geschichte & Hintergrund
Obwohl die Pflanze aufgrund ihrer Giftigkeit und ihres bitteren Geschmacks oft mit Aberglauben oder Giftzutaten in Verbindung gebracht wurde, hat sie in der Volksmedizin traditionell einen festen Platz als starkes äußerliches Mittel. Die historischen Beschreibungen fokussieren sich auf ihre Einsatzmöglichkeiten bei Hautleiden, da die Behandlung von ekzemartigen oder entzündeten Hautveränderungen eine besonders wichtige Rolle spielte. Diese Verwendung erfordert jedoch stets eine höchste Vorsicht und die Beratung eines erfahrenen Heilpraktikers.
Eigenschaften
- Bitteraroma
- Enthält Dulcamarinalkaloid, Steroidalkaloidglykoside und Steroidsaponine.
- Wirkt nach Tradition bei entzündlichen Hautausschlägen.
- Wirkstoffe sind besonders potent, wenn die Pflanze noch vor der Blütezeit gesammelt wird.
Anwendungsgebiete
- Urtikaria (Nesselbrand)
- Ekzeme
- Flechten mit Drüsenschwellungen
- Rhinitis (entzündliche Nasenschleimhäute)
- Angina (Entzündungen der Schleimhäute)
Zubereitung
Die jungen Stängel und Blätter sollten unbedingt vor der Blütezeit gesammelt werden (ideal: Vormittag, wenn sich der zunehmende Mond im Zeichen Zwillinge, Waage oder Wassermann befindet). Die Pflanze wird fein zerkleinert und in 40-prozentigem Ethanol zur Urtinktur (hochprozentige Tinktur) mazeriert.
Fundort & Vorkommen
Asien und Nordamerika.