⚠️ giftig
🌿 Heilpflanze
Schwarzer Nachtschatten
Solanum nigrum
Geschichte & Hintergrund
Der Schwarze Nachtschatten ist seit jeher in traditionellen Heilkulturen Asiens und Amerikas bekannt. Aufgrund seiner Verwendung ist er unter verschiedenen lokalen Namen gelistet (z.B. in Indien Makoi, Kamuni, Ghati). Die Pflanze galt historisch als Kraut, das sowohl innerlich (als Abführmittel/Diureticum) als auch äußerlich genutzt wurde. Achtung: Solanaceae-Arten gehören zur Familie der Nachtschatten und enthalten giftige Glykoalkaloide (Solanin). Die Nutzung erfordert daher höchste Fachkompetenz, da Vergiftungen möglich sind.
Eigenschaften
- Diuretisch (harntreibend)
- Brechmittelwirkung (erbrechen auslösend)
- Amelliorierend bei entzündlichen Beschwerden (durch äußeren Verband)
- Enthält Solanin und Tropeniner, was zu einer basischen chemischen Wirkung führt.
Anwendungsgebiete
- Mittel bei Harnwegsinfekten (durch diuretische Wirkung)
- Bekämpfung von Verstopfung (Brechmittelwirkung)
- Äußerlich als Cataplasma bei entzündlichen Hautirritationen oder Schmerzen.
Zubereitung
Die traditionelle Zubereitung erfolgt als Teeaufguss: ca. 1 Teelöffel zerkleinerte Blätter auf 1 Tasse kochendes Wasser geben, ziehen lassen und nach Bedarf trinken. Auch wird eine Tinktur aus den Blättern verwendet (ca. 1 Tropfen in Wasser).
Fundort & Vorkommen
Breit verbreitet in Europa, Asien und Amerika.