🌿 Heilpflanze
Tamarindus
Tamarinde
Geschichte & Hintergrund
Die Verwendung der Tamarinde reicht Jahrtausende zurück und ist in der historischen Naturheilkunde prominent vertreten. Bereits in der mittelalterlichen Hausapotheke wurde sie als wichtiges Abführmittel (Purgans) eingesetzt. Die Pflanze ist in indischen Sprachen wie Sanskrit unter Namen wie Amlika, Imli und Chintz bekannt, was auf ihren tiefen kulturellen und medizinischen Wert in Südasien hindeutet.
Eigenschaften
- Reich an Weinsäure und Glycose
- Mild adstringierend (astringierend)
- Antispasmodisch
Anwendungsgebiete
- Magenkrankheiten
- Verstopfung/Milde Verordnung
- Durchfall
- Abführmittel (Purgans)
Zubereitung
Die Frucht wird typischerweise als Dekoktion (aufgekochtes Wasser) oder Sirup zubereitet. Für eine äußere Anwendung kann der Saft oder das Pulver gebadet werden. Bei akuten Beschwerden dient die Paste aus den Samen oder dem Fruchtfleisch als Einlauf oder als Getränk.
Fundort & Vorkommen
Ursprünglich verbreitet in Ost- und Westindien, Australien und den Molukken. Heute ist sie in Arabien und Ägypten kultiviert und weit verbreitet.