⚠️ giftig
🌿 Heilpflanze
Traubige Schneebeere
Symphoricarpus racemosus
Geschichte & Hintergrund
Symphoricarpus setzt sich aus dem griechischen symphéro – ich trage zusammen und karpos – Frucht zusammen und bezieht sich auf die büschelweise wachsenden Beeren; racemosus heißt traubig. In Amerika ist die Pflanze bei Homöopathen seit längerem gegen Übelkeit in Gebrauch, besonders in der Schwangerschaft. Als Zierstrauch ist sie in Europa weit verbreitet – die weißen Beeren, die beim Zertreten knallen, kennt fast jedes Kind.
Eigenschaften
- Gegen Übelkeit: Der Hauptanwendungsbereich, besonders bei Schwangerschaftserbrechen.
- Giftige Beeren: Die weißen Beeren sind giftig; nach dem Verzehr größerer Mengen traten bei Kindern Vergiftungserscheinungen auf.
- Harntreibend: Vereinzelt auch als Diuretikum erwähnt.
- Zierstrauch: Bis 2,5 m hoch, mit rutenförmigen Zweigen; in Europa vielfach eingebürgert.
Anwendungsgebiete
- Übelkeit, besonders in der Schwangerschaft
- Appetitlosigkeit und Widerwillen gegen Essen
- Sodbrennen
- Vereinzelt als harntreibendes Mittel
Zubereitung
Verwendet werden die frische Wurzel und die reifen Beeren, ausschließlich in stark verdünnter Zubereitung – üblich ist dreimal täglich eine Tablette. Die rohen Beeren sind giftig und gehören nicht in Kinderhand.
Fundort & Vorkommen
Heimisch im westlichen Nordamerika, in Europa als Zierstrauch gepflanzt und vielerorts eingebürgert, etwa bei Schwerin und in Vaduz.