🌿 Heilpflanze
Großer Baldrian
Valeriana officinalis
Geschichte & Hintergrund
Der Baldrian verdankt seinen Namen dem lichten, hellen Gott der Germanen, Baldur. In der Mythologie sollen Elfen und Wassernymphen im Mondenschein um ihn herum tanzen. Gleichzeitig ist er in dunkleren Erzählungen auch ein Symbol für Verhärtung des Herzens, da Henker Berichten zufolge vor einer Hinrichtung ein Stück Baldrian kauten.
Eigenschaften
- Stark schlaffördernd und beruhigend
- Psychisch ausgleichend und stressreduzierend
- Entkrampfend und fördert die Gelassenheit
- Konzentration- und Antriebssteigernd (wird nicht müde, sondern verbessert die Tagesbefindlichkeit)
- Wichtigste Wirkstoffe sind Valerensäuren, Valepotriate, ätherische Öle, Gerbstoffe, Glykoside und Alkaloide.
Anwendungsgebiete
- Schlafstörungen und Ein-/Durchschlafstörungen (primäre Indikation)
- Nervosität, Unruhe und Angstzustände
- Nervöse Erregungs- und Erschöpfungszustände
- Nervöse Herz- und Magenbeschwerden
- Stressausgleichende Unterstützung
Zubereitung
Als Tee: 2 gehäufte TL getrocknete Wurzel mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen und 15 Minuten ziehen lassen. Bei Schlafstörungen wird empfohlen, 2 Tassen etwa 2 Stunden vor dem Schlafengehen einzunehmen. Alternativ kann die Wurzel für eine kühle Wirkung über Nacht (12 Stunden) in Wasser ziehen gelassen und leicht erwärmt werden.
Fundort & Vorkommen
Er ist in Europa heimisch und wächst typischerweise an Ufern, feuchten Waldwiesen und in Gebüschen.